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Willkommen bei KAEFER DEUTSCHLAND PRO SERVICES

Oberflächentechnik

Schutz vor Korrosion, Abrieb und chemischen Angriffen – von der Untergrundvorbereitung bis zur Endschicht

Oberflächentechnik bei KAEFER bedeutet mehr als Beschichtung auftragen. Es geht um fachgerechte Untergrundvorbereitung, normgerechte Korrosionsschutzsysteme und funktionsspezifische Beschichtungen – abgestimmt auf Ihre Betriebsbedingungen und dokumentiert nach DIN EN ISO 12944. Ob Industrieböden mit Ucrete-Beschichtung, Silos mit Lebensmittelzulassung oder Stahlkonstruktionen mit Korrosionsschutzklasse C5-M – KAEFER Pros realisieren Oberflächenlösungen, die extremen Belastungen standhalten. Mit Höchstdruckwasserstrahlen bis 3000 bar, robotergestützten Strahlverfahren und lückenloser Qualitätssicherung durch Haftzugprüfung und Klimamonitoring sichern wir Langlebigkeit und Funktionssicherheit.

Warum Oberflächentechnik
so anspruchsvoll ist

Industrieböden, Silos und Stahlkonstruktionen sind extremen Belastungen ausgesetzt: chemische Angriffe, mechanischer Abrieb, Feuchtigkeit und Temperaturwechsel. Ohne fachgerechten Schutz drohen Korrosion, Betriebsausfälle und Haftungsrisiken.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen: WHG-konforme Beschichtungen für wassergefährdende Bereiche, ableitfähige Systeme für Ex-Bereiche, rutschhemmende Oberflächen nach R-Klassen für Arbeitssicherheit und hygienische Systeme mit Lebensmittelzulassung für Pharma- und Nahrungsmittelindustrie. Hinzu kommen normative Vorgaben wie DIN EN ISO 12944 für Korrosionsschutz, Reinheitsgrade nach DIN EN ISO 8501-1 für Untergrundvorbereitung und produktspezifische Verarbeitungsfenster für Temperatur und Luftfeuchte. Wer hier nicht auf präzise Untergrundprüfung, klimamonitoring und dokumentierte Qualitätssicherung setzt, riskiert vorzeitigen Schichtablösung, Haftungsverlust und Nacharbeiten.

Oberflächentechnik bei KAEFER bedeutet deshalb: Schutz durch Präzision, Langlebigkeit durch Qualitätssicherung und Funktionssicherheit durch normgerechte Ausführung.

Industrieboden-beschichtungen

Industrieböden sind mechanischen, chemischen und thermischen Belastungen ausgesetzt. KAEFER realisiert Zwei-Komponenten-Harze für Standardanwendungen und Ucrete-Beschichtungen für extreme Anforderungen. Ucrete ist temperaturbeständig bis über 100 °C, säurebeständig und für Lebensmittelbereiche zugelassen – ideal für Pharma-, Nahrungsmittel- und chemische Industrie.

Typische Leistungen umfassen Untergrundprüfung durch Haftzugprüfung, Risssanierung mit Dübeln und Gewebe oder EP-Harz-Injektion, Reprofilierung von Betonflächen, Grundierungen, Deckschichten und Versiegelungen.

Funktionsspezifische Systeme: ableitfähige Beschichtungen für Ex-Bereiche, ESD-Beschichtungen (Electrostatic Discharge) für Reinräume, rutschhemmende Beschichtungen nach R-Klassen für Arbeitssicherheit, WHG-konforme Beschichtungen für wassergefährdende Bereiche und Markierungen (Wege, Bereiche, Zeichen) mit Straßenmarkierungstechnik. Klimabedingungen wie Temperatur und Luftfeuchte werden produktspezifisch überwacht. Ucrete hat eine Verarbeitungstemperaturgrenze von 30 °C. Farbgebungen orientieren sich an RAL-Tönen, wobei Grautöne dominieren.

Silo- & Tankbeschichtungen

Silos und Tanks aus Stahl und Beton erfordern fachgerechte Innenbeschichtungen zum Schutz vor Korrosion, chemischen Medien und Produktkontamination. KAEFER reinigt, strahlt und beschichtet Innenflächen mit Lebensmittelzulassung für Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie.

Typische Verfahren: Höchstdruckwasserstrahlen bis 3000 bar (auch robotergestützt), Sandstrahlarbeiten (auch robotergestützt) und chemische Entschichtung bei bleihaltigen Altbeschichtungen. Robotergestütztes Strahlen ist bei PCB-haltigen Altbeschichtungen ausgeschlossen – hier erfolgt chemische oder manuelle Bearbeitung unter Voll-Einhausung. Beschichtungssysteme umfassen Zwei-Komponenten-Harze, Epoxid-Systeme und Lebensmittelkonforme Versiegelungen. Qualitätssicherung erfolgt durch Reinheitsgrade nach DIN EN ISO 8501-1 (Sa 1 bis Sa 3), Klimamonitoring, Schichtdickenmessungen und lückenlose Dokumentation. Ziel ist die schnelle Wiederinbetriebnahme mit verlängerter Standzeit und Schutz vor Produktkontamination.

Korrosionsschutz an Stahlkonstruktionen

Stahlkonstruktionen wie Treppen, Geländer, Rohrbrücken und Stahltragwerke sind Korrosion ausgesetzt. KAEFER realisiert Korrosionsschutzsysteme nach DIN EN ISO 12944 für Korrosivitätskategorien C1 bis C5-M (marine Atmosphären) und Immersions-Kategorien Im1 bis Im3 (teilweise oder vollständig in Wasser oder Boden).

Dauerhaftigkeitsklassen: Low, Medium, High, Very High – je nach Anforderung.

Typische Leistungen: Altbeschichtungen entfernen (mechanisch oder chemisch), auch bleihaltige Schichten unter Voll-Einhausung, Untergrundvorbereitung nach Reinheitsgraden Sa 1 bis Sa 3 (DIN EN ISO 8501-1), mehrlagige Beschichtungssysteme (Ein-/Zwei-/Drei-Schicht) mit definierten Schichtdicken (NDFT – Nominal Dry Film Thickness) und brandschutztechnische Beschichtungen (intumeszierend) für Stahltragwerke.

Hersteller: Sherwin Williams, SIKA, Alpha Lacke, Akzo Nobel.

Qualitätssicherung: Klimamessung während Applikation, Salzgehaltsmessungen, Rauheitsmessungen, Schichtdickenmessungen und lückenlose Dokumentation.

Spezialanwendungen

Spezialanwendungen umfassen WHG-konforme Beschichtungen für wassergefährdende Bereiche (Wasserhaushaltsgesetz), ableitfähige Beschichtungen für Ex-Bereiche (Explosionsschutz), ESD-Beschichtungen für Reinräume (Electrostatic Discharge), hygienische Systeme mit Lebensmittelzulassung, rutschhemmende Beschichtungen nach R-Klassen für Arbeitssicherheit und Markierungen für Verkehrs- und Flächenorganisation.

Weitere Leistungen: Brandschutzbeschichtungen (z. B. Nullifire, Hempel) für Stahltragwerke, Antifouling-Beschichtungen für Offshore-Anwendungen und Bahnnorm-konforme Beschichtungen (DBS 918340). Qualitätssicherung erfolgt durch FROSIO/NACE-zertifizierte Inspektoren, digitale Schichtdicken-Kartierung, Roboter-Applikation für gleichmäßige Schichtdicken und VOC-konforme Beschichtungen (lösemittelarm oder lösemittelfrei). Entsorgungskonzepte für Strahlmittel, Staubschutzmaßnahmen und PSA-Standards (persönliche Schutzausrüstung) sichern Arbeitsschutz und Umweltschutz.

Planung & Beratung

Oberflächentechnik beginnt nicht mit der Beschichtung, sondern mit der Untergrundprüfung. KAEFER berät anwendungsbezogen vor Ort, ohne Planungsverantwortung oder Sachverständigenrolle zu übernehmen. Bevorzugt werden klare Leistungsverzeichnisse aus Planung oder Sachverständigenhand. Bei erkannten Widersprüchen oder Risiken werden Bedenken angezeigt, um Haftungsfragen sauber zu trennen.

Typische Beratungsthemen: Systemauswahl nach DIN EN ISO 12944 (Korrosivitätskategorie, Dauerhaftigkeitsklasse), Funktionsbeschichtungen (ableitfähig, rutschhemmend, WHG-konform), Untergrundprüfung durch Haftzugprüfung, Risssanierung und Reprofilierung, produktspezifische Verarbeitungsfenster (Temperatur, Luftfeuchte) und Gewährleistungsfristen (projektspezifisch, typisch 2–5 Jahre). Qualitätssicherung umfasst Klimamonitoring, Salzgehaltsmessungen, Rauheitsmessungen, Schichtdickenmessungen und lückenlose Dokumentation aller Arbeitsschritte.

Zertifizierungen: ISO 12944 Qualifikation, FROSIO/NACE-zertifizierte Inspektoren, WHG-Zulassung, KOR-Schein, SSIV-Schein.

Häufige Fragen zur industrieller Oberflächen-
technik

Welches Beschichtungssystem eignet sich für welchen Einsatzbereich?

Die Systemwahl richtet sich nach Belastung, Umgebung und Schutzziel.

Für Industrieböden: EP-Harze für mechanische/chemische Belastung, PU-Harze für UV-beständige Flächen im Außenbereich, Ucrete für Extrembelastungen in Lebensmittelproduktion.

Für Korrosionsschutz Stahl: Alkydharze für Innenbereiche C1-C2, Epoxidharze für Industrieatmosphäre C3-C4, Polyurethan-Kombinationen für Außenbereiche C5.

Spezialsysteme: Vinylester für Säurebereiche pH 1-3, Phenolharze für Temperaturen über 200°C, Zinksilikate für kathodischen Korrosionsschutz. KAEFER erstellt für jedes Projekt eine Systemempfehlung basierend auf DIN-Normen, Herstellervorgaben und 30 Jahren Erfahrung.

Wichtig: Billigsysteme sparen kurzfristig 20-30 Prozent, kosten aber durch vorzeitigen Ausfall das Dreifache.

Wie lange dauert eine Bodenbeschichtung und wann ist sie belastbar?

Die Beschichtungsdauer hängt von Fläche, System und Untergrund ab.

Für 1.000 m² Industrieboden kalkulieren wir: Untergrundvorbereitung durch Schleifen/Strahlen (2 Tage), Grundierung (1 Tag), Kratzspachtelung bei Unebenheiten (1 Tag), Hauptbeschichtung (1-2 Tage), Versiegelung (1 Tag).

Gesamtdauer: 6-8 Arbeitstage.

Die Trockenzeiten sind temperaturabhängig: Begehbar nach 24 Stunden bei 20°C, mechanisch belastbar nach 3 Tagen, chemisch beständig nach 7 Tagen. Bei 10°C verdoppeln sich die Zeiten. Schnellsysteme ermöglichen Begehbarkeit nach 4 Stunden, Vollbelastung nach 24 Stunden – ideal für Wochenendsanierungen. KAEFER arbeitet bei Bedarf im Schichtbetrieb und saniert Flächen abschnittsweise, sodass die Produktion weiterlaufen kann.

Was kostet eine professionelle Oberflächenbeschichtung?

Die Kosten variieren stark nach System und Anforderung. Industriebodenbeschichtung: Epoxidharz, Standard 2-3 mm: 35-50 Euro/m², Polyurethan rutschhemmend: 45-65 Euro/m², Ucrete 6-9 mm: 95-130 Euro/m², ESD-Ableitbeschichtung: 75-95 Euro/m². Korrosionsschutz Stahl: Sa 2½ Strahlen + C3 Medium: 28-35 Euro/m², Sa 2½ + C4
High: 45-60 Euro/m², Sa 3 + C5-M Very High: 85-120 Euro/m². Betoninstandsetzung: Reprofilierung 10-30 mm: 95-150 Euro/m², OS-4 Beschichtung: 45-65 Euro/m². Diese Preise verstehen sich komplett mit Material, Lohn und Gewährleistung. Bei Großprojekten über 5.000 m² gewähren wir Mengenrabatte bis 15 Prozent. Die Investition amortisiert sich durch verlängerte Lebensdauer in 3-5 Jahren.

Wie werden umweltgefährdende Stoffe bei der Sanierung behandelt?
KAEFER arbeitet nach strengen Umweltschutzauflagen und WHG-Richtlinien. Altbeschichtungen prüfen wir auf Schwermetalle (Blei, Chrom VI) und PAK. Bei Belastung erfolgt die Entfernung unter Vollkapselung mit Unterdruckabsaugung und HEPA-Filterung. Strahlmittel wird aufgefangen, analysiert und über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe entsorgt – Nachweise inklusive. Lösemittelhaltige Beschichtungen ersetzen wir durch emissionsarme Systeme mit VOC-Gehalt unter 50 g/l. Wassergefährdende Stoffe werden in dichten Wannen aufgefangen. Die Neutralisation von Beizpasten erfolgt vor Ort, die Entsorgung über Sonderabfall. Unsere Mitarbeiter tragen Chemikalienschutzanzüge und Atemschutz. Die Umgebungsüberwachung mit Gaswarngeräten verhindert Grenzwertüberschreitungen. Nach Abschluss erstellen wir ein Entsorgungskonzept mit allen Nachweisen für Ihre Umweltdokumentation.
Welche Qualitätsprüfungen sichern das Beschichtungsergebnis?
KAEFER dokumentiert jeden Arbeitsschritt mit genormten Prüfverfahren. Vor Beschichtung: Klimamessung (Temperatur, Luftfeuchte, Taupunkt) nach DIN EN ISO 8502-4, Oberflächenreinheit visuell nach ISO 8501-1, Rauheit mit Tastschnittgerät (Rz 50-100 μm), Salzgehalt mit Bresle-Test (max. 20 mg/m²), Haftzug Altbeschichtung (min. 1,5 N/mm²). Während Applikation: Nassschichtdicke alle 100 m² mit Kamm-Lehre, Temperaturkontrolle Material (15-30°C), Mischungsverhältnis bei 2K-Systemen. Nach Beschichtung: Trockenschichtdicke nach DIN EN ISO 2808 (min. 50 Messpunkte/1000 m²), Haftzug nach DIN EN ISO 4624 (min. 5 N/mm²), Pinholes-Test bei Tankbeschichtungen, Härteprüfung nach Shore. Alle Messwerte dokumentieren wir im digitalen Prüfprotokoll mit Fotodokumentation. Bei Abweichungen erfolgt kostenlose Nachbesserung.
Kann während der Beschichtungsarbeiten produziert werden?
Ja, KAEFER hat sich auf Sanierungen bei laufendem Betrieb spezialisiert. Unsere Strategie: Abschnittsweise Bearbeitung mit mobilen Trennwänden, Absaugung und Filterung der Luft verhindert Staubausbreitung, Einhausung bei Spritzarbeiten schützt vor Overspray, geruchsarme Beschichtungssysteme minimieren Belästigungen. Lärmintensive Strahlarbeiten legen wir in produktionsfreie Zeiten. Die Koordination erfolgt über tägliche Abstimmungen mit der Betriebsleitung. Kritische Bereiche sperren wir nur kurzzeitig – meist unter 4 Stunden. Mobile Überfahrbrücken ermöglichen Staplerverkehr über frische Beschichtungen. Bei Lebensmittelbetrieben arbeiten wir nach HACCP mit Hygieneschleusen und lebensmittelechten Systemen. Unsere Erfahrung: 90 Prozent aller Bodensanierungen erfolgen bei laufender Produktion. Mehraufwand gegenüber Stillstand: 15-20 Prozent, aber keine Produktionsausfälle.
Wie lange hält eine professionelle Beschichtung?
Die Lebensdauer hängt von System, Belastung und Wartung ab. Industrieböden: EP-Standard bei normaler Belastung: 10-15 Jahre, PU-Versiegelungen im Außenbereich: 8-12 Jahre, Ucrete in Extrembereichen: 20-25 Jahre. Korrosionsschutz: C3 Medium: 7-15 Jahre, C4 High: 15-25 Jahre, C5 Very High: über 25 Jahre nach DIN EN ISO 12944. Betonschutz: OS-4 mechanisch belastet: 10-15 Jahre, OS-8 rissüberbrückend: 15-20 Jahre. Voraussetzung ist fachgerechte Ausführung und regelmäßige Wartung. KAEFER bietet Wartungsverträge mit jährlicher Inspektion, Ausbesserung kleiner Schäden und Reinigung. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer um 30-50 Prozent. Garantie: 5 Jahre auf Material und Verarbeitung, 2 Jahre auf Haftzugfestigkeit. Bei nachgewiesenen Ausführungsmängeln bessern wir kostenfrei nach.

Unsere Oberflächentechnik-kompetenzen für Ihre Branche:

Jede Branche stellt eigene Anforderungen an Oberflächentechnik. Ob spezifische Normen, besondere Korrosionsbelastungen oder branchentypische Beschichtungssysteme – KAEFER Pros kennen die Besonderheiten Ihrer Industrie. Wählen Sie Ihre Branche und erfahren Sie, welche Lösungen wir für Ihre spezifischen Herausforderungen bereithalten.

Ihr direkter Kontakt
zu den KAEFER Pros

Benötigen Sie eine Bodensanierung? Droht Korrosion Ihre Anlagen zu schädigen? KAEFER Pros analysieren Ihre Oberflächensituation und entwickeln die wirtschaftlichste Lösung.